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Die Lage der Zahnärzte

Der Berufsstand des Zahnarztes, der für viele Kolleginnen und Kollegen zugleich auch ihre Passion ist, sieht sich derzeit zunehmendem Ungemach ausgesetzt. Sei es seitens der Gesundheitspolitik, der desolaten wirtschaftlichen Lage oder der praktischen Arbeitsumstände, von allen Seiten sind gegenwärtig und in absehbarer Zukunft wenig positive Entwicklungen zu erwarten.

Zunehmender Fortbildungsdruck

Die ständige zeitintensive und kostenaufwändige Fortbildung in den verschiedenen Disziplinen der Zahnmedizin entwickelt sich zunehmend von einer freiwilligen Leistung zur notwendigen Pflicht. Gleichzeitig verhindern aber die Budgetierung einerseits und die geschwächte Finanzkraft vieler Patienten andererseits, dass der Behandler auch die Früchte seiner in die eigene Fortbildung investierten Zeit und Arbeit verdientermaßen ernten kann. An der Zunahme seines Wissens und Könnens verdienen eigentlich eher die Anbieter der Seminare.

Steigende Kosten

Moderne Zahnheilkunde bedingt darüber hinaus auch die Ausstattung der Praxis mit modernen Arbeitsgeräten, die in der Anschaffung immer teurer werden. Dennoch veralten moderne Geräte schneller und schneller, da Forschung und Entwicklung zusehends kürzeren Innovationszyklen unterliegen. Denken Sie nur an computerunterstützte Konstruktions- und Fräsmaschinen für Keramikversorgungen mit ihrer zugehörigen Konstruktionssoftware oder an die vielen Entwicklungsschritte hin zum digitalen Röntgen. Im Bemühen sich mit seiner Praxisausstattung wenigstens halbwegs auf dem Stand der Technik wähnen zu dürfen, wird dem Praxisinhaber ein finanzieller Kraftakt nach dem anderen abverlangt.

Der Faktor Mensch

Obgleich es angesichts der gegenwärtig desolaten Lage des Arbeitsmarktes vielleicht verwundern mag, ist es keineswegs leicht, qualifiziertes und motiviertes Praxispersonal zu finden. Wirklich gute Kräfte sind rar und um die eigenen MitarbeiterInnen fortwährend zu schulen, fehlt dem Praxisinhaber oft die Zeit. Zudem ist es seine Kernkompetenz, Patienten zu behandeln und damit produktiv tätig zu sein und nicht, mögliche Versäumnisse der Berufsschulen über den angemessenen Grad der Vermittlung praxisrelevanter Kenntnisse hinaus auszubügeln.

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